Außenliegende und innenliegende Entwässerung
Steildächer führen Niederschlag meist über Traufe, Dachrinne und Fallrohr ab. Flachdächer arbeiten häufig mit Dachabläufen, innenliegenden Leitungen und Notüberläufen. Bei Attikadächern muss der Überlauf sichtbar und funktionsfähig bleiben, damit Wasser nicht unbemerkt in den Aufbau oder in das Gebäude gelangt.
Typische Ursachen für Probleme
- zu kleine oder falsch dimensionierte Rinnen und Fallrohre
- fehlendes Gefälle, abgesackte Rinnen oder verstopfte Einläufe
- undichte Rinnenstöße, Dehnungsausgleiche und Wandanschlüsse
- fehlende Notentwässerung bei Flachdächern
- Fallrohre, die zu nah an der Fassade oder am Sockel enden
- veränderte Dachflächen nach Anbau, Gaube, Begrünung oder Solar
Starkregen und Berliner Grundstücke
Bei Starkregen kann die normale Entwässerung an ihre Grenzen kommen. Dann muss klar sein, wo das Wasser kontrolliert hin darf und ob Rückstau, Versickerung, Zisterne oder ein Anschluss an die Grundstücksentwässerung möglich ist. Die Berliner Regenwasserbewirtschaftung und die örtliche Grundstückssituation sollten dabei berücksichtigt werden.
Regenwasser darf nicht einfach auf Nachbargrundstücke oder an die Fassade geleitet werden. Die konkrete Lösung hängt von Grundstück, Leitungen, Gefälle und den geltenden örtlichen Vorgaben ab.
Wartung gehört zur Funktion
Auch eine korrekt geplante Entwässerung braucht zugängliche Wartung. Laub, Moos, Nistmaterial und Ablagerungen können Einläufe blockieren. Bei einer Dachsanierung sollte deshalb nicht nur die sichtbare Rinne, sondern auch die Befestigung, der Anschluss und der Zustand dahinter betrachtet werden.
Bei Schäden an der Dachhaut ist zusätzlich die Dachsanierung oder bei flachen Flächen die Flachdachsanierung relevant.